Biotechpunk

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Die Band Neorize haben sich 2013 gefunden und gegründet und haben in diesem Jahr schon ihr erstes Album draussen.
Das soll nun natürlich in keinster Weise irgendeine Wertung sein, doch finde ich das dies alles recht zügig von statten geht, doch vielleicht brauchen manche Bands einfach länger, andere weniger.
Das Album selber wurde, wenn ich das hier nun richtig sehe, selbstveröffentlicht, was heisst das hier keine Plattenfirma hintersteht.
Wobei, doch, es gibt hier ein Plattenfirma, doch bei Amazon ist eine andere angegeben als auf der Rückseite der Veröffentlichung.
Aber im Infoschreiben ist Hey!Band als Label ausgewiesen, also wird doch eine Firma hier hinterstehen.
Doch Hey!Band gehört zu Plattenfirma to go und diese sind eine Sevice on Demand Plattenfirma, was bedeutet das nach Auftragseingang die Sachen hergestellt werden.
Diese Service on Demand Sachen sind aber hier nun eine andere Geschichte, über die wir sicher mal schreiben könnten und daher wenden wir uns an dieser Stelle wieder Neorize und deren Musik zu.

Die Musik ist vielschichtig angelegt und stilistisch vielschichtig ausgelegt.
Von harten metallastigen Momenten geht es bis hin zu eher in die Rockmusik passenden Elementen.
Vor allem direkt zu beginn ist dies auffällig, im ersten Song „We the 99″, der Titeltrack.
Immer wieder dominieren eher sehr ruhige Momente in dem Song, um aber dann im Chorus wieder auszubrechen und in den Hardcore zu gehen.

So vielschichtig geht es hier bei Neorize dann auch weiter, in den nächsten Liedern.
Sie sind als Band, mit ihrem Stil zu ihrer Art zu erkennen, wobei sie auf der einen Seite recht ruhig sind im Sound, dabei immer wieder mit Hardcore / Metalcore Momenten überraschend und alles auflockernd.
Dazu kommt noch das sie musikalisch keine Scheuklappen tragen und hierdurch einfach alles im Genre offen ist und aus anderen Bereichen Elemente mit einfließen.

Mein Fazit: Neorize spielen hier einen bunten Strauß Musik, welche in der Hauptsache sich zweier Stile bedient; den ruhigen Momenten welche an Rockmusik erinnern und den Hardcore-Einsprengungen. Nach diesem Grundgerüst geht es hier aber massiv in die Breite; ruhige Momente, die sehr eindringlich sind, wie bei „A New Deal“, was hier mit in den Nu-Metal in, mit erzählenden Sprechgesang, oder vorpreschender, eindringlicher Rock, wie bei „With open Eyes“.
Die Band ist stilistisch damit breit aufgestellt, orientiert sich an diesem Grundgerüst, wobei immer wieder die Musik mir persönlich dann doch ein wenig zu ruhig ist, gerne mehr explodieren und wütend werden dürfe, wie es zum Coverartwork passen könnte.
Aber das ist nur ein persönlicher Moment hierzu, denn überraschend konnte die Band mich mit ihrer Musik, in dem sie einfach nicht nur zum Artwork passenden Metalcore durchzieht, sondern abwechslungsreiche und durchdachte Songs hier hinter gepackt haben, welche aber sich textlich dann wieder auf das Artwork beziehen.

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